ePass - der neue biometrische Reisepass
6. Fazit
die Digitale Signatur für eine hohe Datensicherheit und damit einen
hohen Schutz vor Fälschungen bzw. Passmissbrauch (vgl. Kapitel
4.4.3).
Wie in Kapitel 5 aufgezeigt, sind viele in der Vergangenheit dem
ePass gegenüber geäußerte Bedenken unbegründet. So kann das
Erstellen von Bewegungsprofilen praktisch ausgeschlossen werden
(vgl. Kapitel 5.5.8). Ebenso scheint ein massenhaftes unbefugtes
Auslesen von ePässen kaum möglich (vgl. Kapitel 5.5.4). Mechani-
sche Einflüsse wie Stempeln und vermutlich auch Knicken werden
sich nicht maßgeblich auf die Haltbarkeit des ePasses auswirken
(vgl. Kapitel 5.2.3).
Andererseits sind jedoch einige Kritikpunkte am ePass berechtigt. So
ist fraglich, ob der verwendete RF-Chip 10 Jahre lang seine Daten
speichern wird (vgl. Kapitel 5.2.3). Zudem sind Alterungseffekte auf
Biometrische Systeme bisher nur unzureichend untersucht worden.
So ist unklar, ob in zehn Jahren eine Person anhand ihrer heute auf-
genommenen biometrischen Merkmale mit ausreichender Genauig-
keit authentifiziert werden kann (vgl. Kapitel 5.2.2).
Auch die heutige Leistungsfähigkeit der Biometrischen Systeme ist
nicht endgültig geklärt. Die BSI-Studie BioPII kommt zwar zu dem
Ergebnis, dass Biometrische Verfahren [
] die Identitätsprüfung
anhand von Personaldokumenten wirksam unterstützen können,
allerdings wurde in diesem Buch aufgezeigt, dass in der Praxis die
Ergebnisse sowohl besser als auch signifikant schlechter ausfallen
können (vgl. Kapitel 5.2.2). Die BioPII Studie empfiehlt zudem eine
gründliche
Untersuchung der Funktionstüchtigkeit, der Erkennungs-
leistung und der Überwindungssicherheit vor dem endgültigen